Texte

hauke_cd-coverSchlicht und Ergreifend, Hörgeschichten – Hauke von Grimm auf die Ohren. Die neue CD mit 10 Geschichten kann direkt beim Autor bestellt werden via PN auf Facebook. Kosten: 5,00 Euro + Versand.

Titel:
01 Biographie
02 Die Tote mit dem Ticktack in der Nase
03 Adelphi Scotch Whisky, 13 Jahre
04 Ich bin in Paris
05 Die große Wüste Sahara
06 Inspektor Krim
07 Die Hexe auf dem Dachboden
08 On the road
09 Sláinte
10 Richtig Trinken


Ostsee oder
Ein Körnchen Wahres Ein Körnchen Klares

Wir sitzen da
am Rand vom flachen Land
und starren hinaus
zum Horizont hin
zum Meer, zum Dahinter
mögen es Wolken sein
oder gar Gebirge
das wäre uns gleich

Wir sitzen da
das Hühnchen, das Hähnchen
mein Bierchen und mein Pfeifchen
als der Morgen seine hellen Finger
aus der Dämmerung streckt
wir saßen da, noch
als die Sonne am höchsten stand
so flach im Herbst
und als die dunklen Finger
der Nacht nach uns griffen

Wir saßen da
immer am Rand
immer zwischen
zwischen Tag und Nacht
zwischen Land und Meer
zwischen Grauen und Dämmerung
zwischen Sommer und Herbst
zwischen Wald und Feld
zwischen Himmel und Strand
zwischen Leben und Schlaf
zwischen Nebel und Schatten
zwischen Ach und Krach

Wir werden da sitzen
das Hühnchen, das Hähnchen
ein Bierchen und mein Pfeifchen
und ab und an ein Körnchen
gegen die Kälte
und das Nahweh
und den Winter


Wort Land

Diese meine Erde
die ich Heimat rufe
ist das Herz
meiner Sprache
ist Linguistische Tektonik
Endmoräne und Magma
schufen den Klang
in den Wurzeln der Laute
brachte Farben in Vokabeln
die Kunst des Mundwerkes

Diese Heimat, diese Erde
diese Heimaterde
und ich das Kind
aus Muttersprache
und Vaterland
Sprachlandschaft
aus Wortflüssen
und Satzbergen
aus Buchstabenwäldern
und Klangfeldern

Heimat ist stets Geschenk
das sich verdient gehört
Das man beansprucht
und bestellen muss
wie der Bauer seinen Acker
Heimat erbaut sich
aus Wortwänden
an Satzgerüsten
offene Geister
finden überall Subjek-Tiefe

Heimat ist Wortschatz
der bereichert gehört
durch Fremdwort und Gastwort
und Sprachverwandtschaft
meine Sprache ist reich
weil ich sie öffne
der Zunge freien Lauf lasse
meine Sprache
ist der Ort
in dem ich Heimat erkenne


Im Park und Danach (Spazierend)

Die Rote Frau macht Tai Chi
schlecht und so das alle es sehen
Die Jogger starren missmutig
mit den Radlern und Walkern
in den Nebel am Fluß
Die Väter gähnen über die Kinderwagen
oder Lenker ihrer Fahrräder
Die Mütter schauen ernster vorran
Die Verspäteten schwitzen in der Kühle
die der Herbstmorgen bringt

Und ich laufe in den neuen Tag
verbrauche die Gedanken bis Mittag
um an Leute zu denken
von denen ich dachte sie wären Freunde
Und in meinem Kopf rast
ein Geisterschiff namens Herz
Bis Abend werde ich warten
Wer mich noch auf ein Bier anfragt
dann werd ich Kontakte neu sortieren
Und die Dichter unter ihnen
werd ich strafen

So nun hab ich dich zwischen Grass
und Rilke eingereiht
weit weg von Fauser
und noch weiter weg von Pasternak
weil du mir so lang schon nicht schriebst.


Tausend und eins (Nur noch 22 Gedichte)hauke_1001


Wieder Nichts

Nur wenn wir uns das wenige, das uns etwas bedeuten könnte, zusammengetragen, zusammengekratzt, zusammengestohlen haben, werden sie kommen, um es uns zu nehmen. Nur, wenn wir das große kalte NICHTS unser Eigen nennen können, werden sie fernbleiben, um es uns zu lassen, um sich nicht die Finger daran zu erfrieren. Doch, sobald nur ein Funken in unseren Schoß fällt, um es zum Tauen zu bewegen, so werden sie uns um diese Wärme beneiden. Das Nichts neiden sie uns nie. Sie haben es mühsam in unser Leben gebracht und wünschen sich nichts sehnlicher als dass es uns erfriert. Erst wenn wir es wagen es zu Boden zu werfen wie ein zu schweres Kummet, erst wenn wir die Hände öffnen und sie sind nicht leer wie die Mägen und Augen unserer Brüder und Schwestern, dann gedeiht in ihnen eine Furcht, die nach allem rufen wird, was uns sein könnte oder war und die alles fressen wird, was jemals aus unseren Feldern und Geistern heraus sprießen wird. Sie werden kommen mit schweren Karren und dichten Rüstungen, denn sie fürchten uns, sie werden kommen mit schweren Waffen und dichten Reihen, denn sie fürchten das Nichts. Denn das Wenige, das wir unser nennen würden, das wir schätzen und tragen könnten, würde uns die Kraft geben es zu verteidigen. Es würde in uns die Pflicht rufen, es für uns und unsere Brüder und Schwestern zu bewahren. Wir würden ein Rumoren in unseren dürren Leibern hören, das klingt wie das Rumoren in ihren fetten Körpern. Wir würden keine Namen dafür finden, denn wir haben ja nie etwas gehabt, das wir verlieren könnten. Wir hatten so wenig, dass sie nicht gekommen sind, um es uns streitig zu machen. Wir würden ein Sehnen fühlen und bei uns wäre das ein zartes Sehnen nach mehr, nach Besitz. Sie würden es Neid und Missgunst nennen, denn sie haben Besitz und Namen für solche Gefühle, denn sie haben sie in sich verkommen lassen. Sie haben uns mit dem Nichts hierhergebracht und uns zusammen ausgesetzt und gehofft wir würden uns wegen Nichts zerfleischen. Doch das Nichts hat uns stark gemacht, so stark, dass wir das erste Ding, was wir fanden, zu unser Aller Ding werden ließen. Wir haben uns gegenseitig nicht erlaubt zu verkommen und zu erfrieren, wir haben uns gegenseitig daran gehindert uns zu zerfleischen und wir haben dem Nichts einen Platz in unseren Herzen angeboten. Und wir haben dem Ding nicht erlaubt von uns Besitz zu ergreifen, so werden wir ihnen auch nicht erlauben, es uns zu nehmen. Was hatten wir denn je, um dass es sich uns zu beneiden lohnte, außer unser Dasein, außer unsere Liebe zu uns Allen? Was ist so verwerflich daran etwas haben zu wollen, das sonst keinem gehört? Was zieht den Blick von Habenden darauf? Was bleibt uns außer dem Nichts, wenn wir uns verwehren, diesem Wunsch nach Eigentum nachzugeben? Was bleibt uns, wenn wir uns nicht bereit zeigen unser Hab und Gut zu verteidigen? Was wird man von uns halten, wenn wir es ohne Gegenwehr hergeben? Was dürfen wir noch von unserer Gemeinschaft halten, wenn wir uns nicht widersetzen? Ich bin nur der Bruder meines Bruders und der Bruder nur meiner Schwester und der Hüter ihres Gutes. Mein Bruder ist nur mein Bruder und meine Schwester nur meine Schwester und der Hüter meines Schatzes. Nur weil wir uns das wenige, das uns etwas bedeuten könnte, zusammengetragen, zusammengekratzt, zusammengestohlen haben, werden sie kommen, um es uns zu nehmen. Doch sie werden ihre Gier bezahlen und ihre Furcht ist berechtigt. Denn sie werden uns nur das Nichts nehmen können und unser klägliches Leben.


Le Figaro – live 2013, Lesebühne Schkeuditzer Kreuz


Valentinstag
Es gibt unzählige Gerüchte und exakt genau so viele Falschmeldungen, die uns den Grund des Valentinstages erklären möchten. Ich selbst habe einige bei Wikipedia eingepflegt, um euch Narren auf die falsche Fährte zu führen und die Exklusivität meiner Doktorarbeit zu gewährleisten. Zu 50 % sicher gilt, dass der Valentinstag auf das Massaker vom 14.2.1927 in Valentin, Ohio zurückzuführen ist. Von jenem sagenumwobenen Ereignis gibt es 17 verschiedene Polizeiberichte und ca 350 Zeugenaussagen, 7 Bücher und 4 Filme, von denen einer als pädagogisch wertvoll eingestuft wurde. Erine Miller und Hank Gribert betraten am Nachmittag ein Coffee Diner, dass von jungen Pärchen gern frequentiert wurde, und begannen wahllos, einander zugetane Jugendliche mit Schrotflinten zu massakrieren. Was die Ermittler später verblüffte, was das die Leute sich scheinbar ohne Gegenwehr abschlachten leisen und brav wartetet, bis sie ander Reihe waren. Laut der einzigen Überlebenden Alberta Kachellek, schoss Hank auf die weiblichen Gäste und Erine auf die Männer. Als eine halbe Stunde Später die Polizei eintraf, warteten die verliebten Mörder schon auf sie und eröffneten das Feuer auf Revolvern auf die Beamten, um dann Hand in Hand von diesen lieblos abgeknallt zu werden. Erines letzte Worte gingen in die Geschichte ein und wurden später ein Bob Geldorf Song. I dont like Mondays. Zwei Jahre später nutze die Mafia diesen Tag und die Inspiration, um sich in Chikago ein paar unliebsame Kollegen vom Hals zu halten. Eine Serie von Morden wird nun in Zukunft diesen Tag überschatten.Zu 50 % sicher gilt auch, dass Kaiser Valentinus, an diesem seinem Geburtstag im römischen Zirkus Liebespaare aus seiner Sklavenschaft in der Arena von Wölfen reisen lies, die Sklavinnen musten, zu diesem Anlass eine rote Haube tragen, es ist als sicher zu vermuten, dass dieser Brauch später in der Märchenwelt ein Plagiat verursacht.
Aber auch viele andere Namensgeber kommen für diesen Tag infrage, zum Beispiel Valentin Sokorov, der angeblich in den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts über 120 Frauen gegessen haben soll, alles Jungfrauen übrigens. Von ihm stammen ein paar sehr schöne Rezepte für Blumen mit Menschenfleisch. Oder der irische Priester Valentin MacFarlow im 6. Jahrhundert, der junge Mädchen bezirzt haben soll, um sie in die Fänge der katholischen Kirche zu locken. Diese dankte ihm seinen aufopfernde Hingabe mit einem Scheiterhaufen am 14. Februar.
Dieser Tag scheint für Feuer ein guter Tag zu sein, denn die Geschichte weiß von Dutzenden Bränden an diesem Tag zu berichten. Wie zum Beispiel das große Feuer von Mannheim um 1643 und der Hochhausbrand in selbiger Stadt 1959.
Zu 50 % sicher gilt aber auch, dass Jesus sein Karfreitag vor ca 2000 Jahren an einem 14. Februar stattfand, aber weil beim Ostereiersuchen mehr Grün an den Bäumen, und Büschen, und Wiesen sein muss, legte die Kirche diesen Tag auf April um. Aber nicht nur der Göttersohn schied an jenem Datum dahin, meine Recherchen ergaben, dass unsagbar viele Tötungsdelikte da stattfanden. Der 13. Februar ist übrigens am häufigsten ein Freitag. Dreimal so oft wie alle anderen Tage. Meine Berechnungen beziehen sich aber nur auf die Kalender seit 450 nach Jesus.Aber es gibt auch schöne Meldungen zu verzeichnen, so versuchten die Hippies von San Francisco am 14.2. 1966 mit einem „Fuck in“ in einem Lagerhaus, diesen Tag eine freundliche Erinnerung zu besorgen. Laut Veranstalter vergnügten sich 100 Menschen unterschiedlichsten Geschlechts mehrerer Stunden lang hemmungslos miteinander. Oder am 14.2.1971, da wurde in London das Herz von Gorden Derry in den Brustkorb seiner geliebten Mary Hibert eingepflanzt. Laut Presse war ein Gärtnereibesitzer so gerührt über diese Meldung, dass er den ganzen Tag Blumen verschenkte. Aber es gibt auch andere Blumenhändler mit Herz, so sei an dieser Stelle Valentin Möbius erwähnt, der die NSDAP und Hitler zu Lebzeiten mit Blumen versorget. Sein Enkel, Walter Valentin Möbius war 1979 Vorsitzender des Floristikverbandes. Ihm sei es zu verdanken das in Deutschland der Valentinstag sein kommerzielle Ausrichtung erhielt. Er beschloss mit seinem Schwager vom Süßwarenverband Deutschland, die mageren Wochen zwischen Weihnachten und Ostern zu beleben und erfand den Valentinstag. Danken wir also von ganzem Herzen diesen beiden großartigen Kapitalisten, für einen Tag voller Erwartungen, Enttäuschung und Frust, hoch die Tassen.
Der V-Day ist geradezu prädestiniert, um eine Beziehung scheitern zu lassen.
Es scheint wirklich ein Tag der Liebe zu sein, an keinem anderen Tag dieser Welt beschließen mehr Pärchen, sich da Leben gemeinsam zu nehmen. Lasst uns diese Menschen ehren und ein paar Blumenhändler reich machen.
Laut BILD kaufen 76% aller deutschen Männer Blumen und 62% aller deutschen Männer Schokolade und anderes Fresszeug. Jedoch 333% aller deutschen Männer kaufen an diesem Tag die BILD, den 4 von 3 BILDlesern können ja bekanntlich nicht rechnen.


Liveausschnitt der SCHEMENTHEMEN-Leseshow vom 13. September 2009 im FLUX


Sailing
Im Moment ihres Entstehens sind Ideen stets von überzeugender Klarheit getragen. Die ersten Sekunden, in denen sie in unserem Kopf aufglimmen, sind voll euphorischem Glück und erst die Ratio bringt auf den Boden der Realität und an die Grenzen der Träume zurück.
Der Gedanke, Pfeife rauchend in einem kleinen Segelboot nach Westen übers Meer zu fahren und zu verhungern war für den ersten Augenblick romantisch und verführerisch. So einleuchten und verständlich, dass er ihn festhalten wollte und beschützen, vor den Stürmen der Realität und den Wellen der Erkenntnis. Sein Gegenüber hatte vor Beginn der Reise noch gefragt, ob er sich nicht vor dem Tod fürchte, doch beruhigende Worte und die Überzeugung waren für beide Kraftspenden gewesen. Keiner wisse, was danach komme und keiner erzählte je davon, wie der Tod kam. Was wir zu wissen schein, über den Tod und das Danach haben uns Menschen erzählt, die es sich nur ausgedacht haben, die keinerlei Kenntnis davon hatten, weil sie davon profitierten, Anderen das Ende schmackhaft zu machen. Wieviele Menschen darbten zu Lebzeiten und brachten ihre letzten Ersparnisse zu diesen Menschen um deren Phantasien über ein Jenseits zu erfahren. Und immer sind es die Ärmsten, die noch ärmer gemacht werden, für einen Funken Hoffnung. Er glaubte, das der Tod nichts weiter als das Ende des eigenen Seins bedeutet. Und wenn danach etwas anderes kommt, dann ist das so, aber wahrscheinlich anders als alle es sich ausmalen könnten. Darüber könnte er sich Gedanken machen, wenn es soweit ist, und sicherlich wird es, wenn es ein Danach gibt, auch ein Ende des Danach geben. Der Gedanke an die Unendlichkeit der Möglichkeiten lies ihn seinen Schritt weiter und fest nach vorn richten und machte seinen Entschluss nur sicherer. Es ging ihm und seiner Begleitung darum frei zu sein, frei von Bindungen und Verpflichtungen aber vor allem, frei von Erwartungen. Seine Anwesenheit stellte seinem Umfeld immerfort die Aufgabe ihn mit Erwartungen zuzuschütten und mit Vorwürfen und Anfeindungen, wenn er diese nicht erfüllte. Er hatte zu keiner Zeit darum gebeten und erwartete von seinen Begegnungen nur, dass man keine Anforderungen an ihn stellte, da er sich dies auch von ihnen erbat. Ohne eigenes Bestreben gelangte er in Verbindlichkeiten die Andere als beschlossen betrachteten. Durch seine bloße Anwesenheit löste er bei seinen Mitmenschen Bedürfnisse aus und lies sie ihre Aufgaben unbesprochen auf ihn abwälzen. Diesen ungeschlossenen Kontrakten wollte er entfliehen und diesen Menschen mit ihren Sehnsüchten nach Unabhängigkeit, die immer einen Anderen in Abhängigkeit brachte auch. Sein Gegenüber verstand diese Gründe und folgte ihm gern und aus eigenem Wunsch, zumindest glaubte er, dass seine Begleitung keine Bedingungen an diese Freundschaft knüpfte. Die Einsamkeit auf See ist keine selbstverständliche Belohnung, sie ist das Zeil der harten Arbeit daraufhin und des stetigen Strebens danach. Die Einsamkeit ist nie Belohnung, für einige scheint sie ein Fluch, für andere ist sie unwichtig.  Aber stets ist das Gefühl, das aus ihr heraus und durch sie eintritt der Wert, denn man daraus schöpft.
Das Glück der ersten Idee und der ersten Gedanken hielt an und der Wind strich ihm über das Haar und das Gesicht und die Sonne meinet es gut mit ihnen. Glitzernd kleine Wellen zerbrachen schäumend am Bug und das Segel knatterte voll am Mast. Vögel begleiteten sie und die Vorstellungen von der Reise setzten sich in Leben um. Bis sein Gegenüber begann Zweifel zu sähen und die angenehme Stille zwischen ihnen überwand und zerschnitt. Auch ihn packten die Zweifel mit ihren stickigen Gedanken. Hätte er allein auf den Ozean fahren sollen, war die Wahlfreundschaft doch auf einseitigen Erwartungen des Anderen gegründet? Sein Gegenüber bewarf ihn mit Fragen voller Unsicherheit, die langsam in Angst und Panik umzuschwingen drohte. Was würde er unternehmen, wurde gefragt, wenn sein Gegenüber ihn töten und essen würde und dann zurücksegeln würde. Er gab zu verstehen, dass diese Frage nichts an seinem Ziel ändern würde, da er zum Sterben aufgebrochen war, wenn das der Wunsch des Anderen war, so unterschied er sich zwar völlig von seinen Vorstellungen führte aber zum selben Ziel. Wenn der andere zurück möchte, könnte er das einfach fordern und er wäre der Letzte, der eines Freundes Wunsch nicht entsprechen würde. Das machte sein Gegenüber zornig, denn er nahm an verspottet zu werden, genau, wie er annahm, dass die Kraft und die Überzeugung des Seglers, auch für ihn reichen würde, genau so wie er geglaubt hätte es würde noch etwas passieren, bevor sie verhungerten, dass den Tod irgendwie glorreich und einfach gemacht hätte. Dabei hätte der Zweifler doch wissen müssen, dass beides zusammen nie ginge. Hätte wissen müssen, das Sterben nie einfach werden würde, dass Hunger ein böser Feind werden kann, dass das Meer übellauniger als der hungrigste Kerl ist und das es auf einer Einbahnstraße kein Zurück geben kann, außer man fährt im Kreis, und das war nicht der Grund des gemeinsamen Aufbruchs.
Es war nie Plan, ein Tagebuch zu schreiben, die Idee des Seglers sah nie vor, gefunden zu werden und keiner sollte eine Geschichte aus seinem Ende machen. Der Zweifler wollte aber nun unbedingt die Reise beschreiben, wollte festhalten, dokumentieren, erörtern und Nachweise erstellen, er wollte gefunden werden und sein Tod sollte eine Nachricht haben, eine Bedeutung, daran fing er im Hunger an zu glauben, dass er eine Aufgabe bei diesem Unterfangen hätte, eine Mission, die gewissenhaft erfüllt gehört. Seine Zweifel hatten ihn vorzeitig dem Erfolg infrage gestellt und er hatte heimlich Nahrung im Boot versteckt und er nahm sich davon, wenn der Segler schlief und er schrieb alles nieder, was ihnen begegnete. Tausend Worte über Wellen und Sonnenstrahlen, die darauf tanzten, über Wind, der die unterschiedlichsten Geräusche in Segel und Seilen machte, über die Vögel, die immer seltener wurden und über den Hunger, den er nur bei seinem Freund wahrnahm. Er schrieb über die Tage, die nicht vergingen und nicht weniger wurden, über die Nächte, die nicht enden wollten und über die Zeit. Und er schrieb über das Sterben, das er nicht kannte und nicht fürchten musst und über den Tod, der ihn nicht begegnen würde. Am Ende ging er von Bord und hatte ein Dokument geschaffen voller Phantasien und die Menschen machten wieder einen mehr zu einem reichen Mann.


Liveschaltung ins UT zur Lesebühne Schkeuditzer Kreuz


Roulette Eine Science Fiction Geschichte
Vergeblich durchstreife ich schon wieder seit Stunden die Straßen Leipzigs nach einer roten Ampel.
Keine Chance. Immer wenn sich am Horizont ein vermeidliches rotes Licht zeigt, renne ich los um es zu erreichen. No Way. Wenn ich da bin, ist es auf Grün. Mit Fernglas und Fotoapparat liege ich auf der Lauer. Nach dem, 20 Jahre lang, täglich an die 20 Beschwerden, Forderungen und Verbesserungsvorschläge eingegangen sind, in denen die eklatanten Ampelsituationen in Leipzig angeprangert wurden, ist das Stadt Verkehrswegeplanungs-Amt in die Offensive gegangen. Man wolle sich die falschen Behauptungen einzelner 500000 Mitbürger der Stadt und die Bitte um ein intelligentes Ampelsystem und die Vergleiche mit Dresden, Chemnitz, Weisenfels, Tumirnicht und schon gar nicht mit Halle gefallen lassen. Es entspräche nicht der Wahrheit, dass man beim Anfahren an einer grün gewordenen Ampel die Nächste auf rot springen sehen könne. Als Umwelt- und Energiestadt habe man die Umweltplakette nicht nur wegen der zu erwartenden hohen Einnahmen eingeführt und die Innenstadtzone extra auf Liebertwolkwitz, Schkeuditz, Taucha und Makranstädt ausgeweitet, sondern man will damit die Umwelt retten. Wenn das Land Sachsen und die Bundesrepublik nicht Stop gesagt hätte, würde die Leipziger Innenstadt bis Machdeburch und bis Suhl gehen.
Man wüsste schon, dass durch Anfahren und Abbremsen eine hohe Feinstaubbelastung entstehen würde und das die damaligen Messungen direkt neben der Abrissbaustelle am Brühl stattgefunden hätte, dies alles ändere nichts daran, dass Leipzig nicht nur wegen des Klarparks und dem Lene-Voigtpark eine grüne Stadt ist.
Eine online Initiative der Stadt Leipzig rief nun neulich dazu auf ein eindeutiges Foto vorzulegen, auf dem eine rote Ampel zu sehen ist und man erkennen könne, das diese sich exakt in Leipzigs grüner Umweltzone befinde. Der Beweiser bekäme ein Hybridauto einer bekannten deutschen Automarke und 1 Jahr tanken auf Stadtkosten und 100000 Euro.
Mein erster Gedanke war, von den 100 Riesen das Busgeld für Überfahren eines roten Wechsellichtzeichen oder roten Dauerlichtzeichen zu bezahlen, und das Ordnungsamt würde mir den Beweis frei Haus liefern. Vergeblich. Ich kam mit dem Auto nicht mal bis zur nächsten Kreuzung. Straßen verstopft, Chaos und Kollaps. Alle Ampeln waren auf grün. Ca 100 Verkehrsunfälle in den ersten Stunden. Einige nur mit Sachschäden aber viele mit Personenschäden. Viel der Opfer hatten eine Kamera oder ein Handy in der Hand gehabt hieß es im Fernsehen.
Erschwerend kam hinzu das über Nacht alle Straßennamensschilder verschwunden waren.
Es wurde gemunkelt, dass die Ampeln erst wieder normal, also so wie vor dem Aufruf funktionieren würden, wenn die 500000. Beschwerde wegen zu vielen Grünen Ampeln eingegangen wäre. Da viele Leipziger nun mit der Bahn fahren würden oder auf ihren Drahtesel umgesattelt haben werden sich wohl die Preise im öffentlichen Nahverkehr ver-100fachen und ein Betonwerk habe den Auftrag erhalten, auf den Radwegen Buckelpisten aufzuschütten.


Tausend und Eins – Nur noch 22 Gedichte


Smells Like Teen Spirit
1993 / Nirvane – Lithium / es riecht nach Teenager Schweiß /

In der Lehrlings-Wohnheim Disco / Alkoholverbot unter 18 / wir tranken Bier / Eine halbe Kiste / aus Schnapsgläsern / zu Viert / bis wir aufflogen /

und rausflogen.

Alice in Chains – Down in a Hole / es riecht nach Schnaps / in meinem Zimmer / Alkoholverbot auf der Stube / wir Vier tranken weiter /

aus den gleichen Schnapsgläsern.

Mother Love Bone – Crown of Thorns / wir liefen durch die Stadt / konzentriert ziellos / noch ohne Bierflasche / da es erst ab 2009 Pflicht wird / auf offener Straße eine mitzuführen / wir öffneten die Nähte neu / wenn die Mütter die Risse unserer Hosen / stopften und flickten / sich aber weigerten Patches auf unsere Westen und Karohemden zu nähen / unser Haar wurde länger / und das erste rassieren wurde verschoben.

Pearl Jam – Black / ich werde noch 1000mal / so von Musik berauscht sein / doch nie dieses mächtige erste mal vergessen / wenn die ersten Töne erklingen / I know someday you’ll have a beautiful life,

I know you’ll be a sun / Wie jedes „erste Mal“ lässt es dich nicht mehr los.
Sound Garden – Spoonman / 4 Jahre nach der Geburt des Grunge / 16 Jahre vor dem Film Pearl Jam Twenthy / wo ich Eddie Vedder und Chris Cornell zum ersten mal zusammen singen sehe / bei Temple of the Dog – Hunger Strike / da war das Album schon zum 1000mal durch gehört.

Nirvana – Pennyroyal Tea / es riecht nach Verzweiflung / ich sitze auf dem Flur / und heule wegen eines Mädchens / And The Winner is: Pearl Jam beim MTV Musik Video Award / ich trinke eine Flasche Whiskey / auf meinen 16. Geburtstag / und höre „Black“ und „ Jeremy“ / stundenlang, abwechselnd.

Black Sabbath – Paranoid / der Nacht Zivi gibt eine Unterrichtsstunde in Rockmusik / Sabbath, Hendrix, Zappa / ich kenne Led Zeppelin und Deep Purple /

ich werde versetzt / in die Grunge Klasse / und gehe Bier holen.

Zappa singt Bobby Brown / TV Verbot auf den Stuben / wir können keine Pornos in der Videothek ausleihen / aber P18 Action Filme / in der Erwachsenen Ecke schauen wir uns die Porno Cover an / Ich sah zwischen die Beine einer Frau bevor ich die erste geküsst hatte.

Wir tranken Guinness im Pup / bis halb 6 / Peter sang „Dirty old Town / 10 mal für uns / 6 Uhr standen wir in der Firma auf der Matte / blieben immer noch 15 Minuten für Duschen und Kaffee / am Tag darauf stirbt Shannon Hoon an einer Überdosis / auf MTV kam den ganzen Tag sein Lied / das dicke Mädchen / mit Brille und Bienenkostüm / No Rain von Blind Melon.

Red Hot Chilli Peppers – Under the Bridge / es riecht verboten / es wird Eimer geraucht / T.M. trinkt mit mir 2 Flaschen Rum / wir schlafen auf dem Fußweg / 8 Jahre bevor Layne Staley an Speedball stirbt / Auf einer Kirmes küsse ich ein Mädchen / mit geschlossen Augen / und gespitzten Lippen / auf den Mund / im Riesenrad ganz oben /

>wegen ihr werde ich heulen / 2 Mal / wie für hunderte andere auch /

für eine werd ich ich den Lauf einer Gaspistole küssen / und am Abzug zweifeln / 2 Wochen vor Cobains Tod / 2 Wochen und 8 Jahre vor Layne Staleys Tod.

Unsere Schritte wurden tauber / unsere Arme schwerer / unsere Augen leichter / davor hätten wir die Welt verändern können / alles war Easy, wie ein Sonntagmorgen bei Faith no More / das wir 2000 noch leben würden / war ungewiss und nicht beabsichtigt.

Smashing Pumpkins – Disarm / The killer in me is the Killer in You / ich trinke ¾ einer Flasche Gin / pur, in 30 Minuten / und speie als hätte ich 2 gesoffen / 16 Jahre später werde ich eine Radiosendung machen / mit all diesen Songs / und diesen Text schreiben.

Stone Temple Pilots – Interstate love Song / es riecht nach Benzin / und Atomstrom wird abgeschafft / als die Songs als MP3 im Autoradio laufen / und jeder Ton ist ein Elektroschock / ein Denkmal aus Klang / ohne Wehmut / voller Glück und Unruhe / wie z.B Neil Young mit Pearl Jam – Keep on Rockin‘ in the Free World / und die Mirrorball LP / Cobains Abschiedsbrief endete mit den Worten von Neil Young / besser ausbrennen als zu verblassen / und kurz glimmt es noch mal auf / in der Erinnerungen / und es riecht nochmal / nach Teen Spirit


http://www.youtube.com/watch?v=gA0NBJgL4GQ


Irgendwann

Irgendwann hat sich die Anzahl der Arschlöcher
So oft potenziert das du mit zählen nicht mehr nachkommst
Und sich die paar ordentlichen Typen
Zu merken auch nicht mehr lohnt

Irgendwann hat dein Fernsehgerät
So oft, so viele Andere verrecken lassen
Das die Eine Millionen mehr oder weniger nicht juckt
Und du dir bei 20 Millionen mehr, immer noch unsterblich scheinst

Irgendwann hast du das Wort Fotze
So oft und so laut gesagt und gehört
Das es dir vorkommt wie JA und NEIN
Und wie ein HALLO über die Lippen geht

Irgendwann hat dein Chef
Dich so oft verarscht und du gebuckelt
Das ihr beide glaubt das du darauf stehst
Und du eigentlich auch seine, ach vergiss es

Irgendwann hat deine Hand
So oft nach deiner Alten geschlagen
Das du glaubst ihr macht das nichts mehr aus
Und du mal was härteres ausprobieren könntest

Irgendwann ist so oft, zu oft
Und du willst mal austeilen
schaffst es aber bloß bis zum Bierkasten
Und denkst das es Irgendwann von alleine aufhört
zu oft zu sein


Abwesenheit von Geräusch

Stille müsste ein Gefäß sein
um den Hals
aus dem trinke man
den Verlust der Klänge
das versagen von Lauten
klar und rein
geschöpft aus einem Brunnen
tief unter Fels

Die Stille müsste eine CD sein
die man einlegt
einschaltet, abspielt
und alle Töne wären
von ihr übertönt

Stille müsste ein Gefühl sein
wie Traurigkeit
oder Freude
wenn auf bestimmte weise
das Herz gerührt wird
empfindet man
tiefe oder große
Stille


Radio
An den Schritten erkennt man die Menschen, so wie sie sich nie sehen würden. Ob sie in Eile sind oder sich Zeit lassen oder nehmen. Ob sie in Gedanken sind oder ein festes Ziel haben. Schritte erzählen nicht viel über unwichtige Dinge wie die Hautfarbe oder welches Auto man fährt, vielmehr können sie vom Stand des Menschen berichten und über seinen Charakter und seine Empfindungen.
Am Gang erkennt man, ob man wahrgenommen wird oder ob die Anderen keine Augen für das Rundherum haben.
Wenn sie den Raum betrat, wusste er alles über sie und vieles über sich. Er erkannte daran wie sie ging, ob sie ihm etwas schönes mitteilen würde und ob er es mit ihr teilen könne oder sich nur für sie freuen solle, ob sie eine Frage zu ihm bringen würde und ob sie für ihn leicht oder schwer zu beantworten sein würde, ob sie sich um ihn sorgte oder ob er sich um sie Gedanken würde machen müssen, ob ihr etwas schlimmes widerfahren war oder ihr noch bevorstehen würde. Er wusste es immer schon, bevor sie an seinem Rollstuhl stand und ihm ihre Hand auf den Arm legte.
Man kann seine Mimik und Gestik so verändern und spielen, dass ein Gegenüber getäuscht wird, dafür muss man nicht mal ein begnadeter Schauspieler sein, nur genügend Menschen in Aktion erlebt haben. Die Gesellschaft lehrt ihre Kinder sehr schnell und gründlich, wie sie sich zu verhalten haben, um in dieser Welt nicht aufzufallen oder anzuecken. Wie man auszusehen hat und wann ein Lächeln oder eine Faust Türen öffnet oder schließt. Es ist möglich, seine Stimme nach jeder Gemütslage klingen zu lassen und die Umwelt zu falschen Annahmen zu führen, doch die Schritte verraten einen, genau wie sein Atem. Die meisten Menschen sind bei Licht damit beschäftigt, ihrem Umfeld eine Oberfläche vorzuspielen, die soviel Konzentration erfordert, dass keine Zeit und keine Anstrengung darauf verwendet wird, seinen Gang oder seine Atmung zu regulieren. Im Dunkel aber achten sie vermehrt auf jedes Geräusch.
In der Dunkelheit, in der er zu leben verdammt ist, sind Geräusche das Einzige, was ihm erzählen kann.
Oft lasen seine Finger ihre Tränen, die er kommen sah, noch vor seinen Händen, noch vor ihr. Er hatte aufgehört, sich das Datum zu merken und wann er hierher gebracht wurde, es war bedeutungslos wenn man nicht wusste, wie viel Zeit noch vor einem lag. Nur Ziele vermögen es Hoffnung zu schüren, Ziele, die ein Ende oder einen Anfang von etwas zeigen – warum sollte man auf etwas hoffen und warten, das man zeitlich nicht benennen kann? Darum wusste er auch nicht, wie lange sie ihn schon besuchen kam und wie oft ihre Tränen das Einzige waren, was sie daließ. In der Zeit, in der sie nicht da war, kreisten die Gründe in seinem Kopf, warum er ihr nicht alles sagen sollte. Die Zeit in der sie fehlte, empfand er als länger und somit unangenehmer als die gemeinsame. Auf ihr Eintreffen zu warten hatte er sich – wie das Datum – abgewöhnt. Er wünschte sich nicht, dass sie traurig ist, auch wenn dann sein Finger ihr Gesicht berühren durften und ihre Hand mehr als nur seinen Arm ergriff; er wünschte sich für sie Glück und Freude, auch wenn sie dadurch ferner war. Manchmal könnte ihr Kommen und Gehen ihn aus dem Gleichgewicht bringen, und er würde es nicht als froh bezeichnen, aber beruhigend, dass er in diesem Ding saß, denn seine Tritte konnten schon lange nichts mehr über ihn sagen.
Was nützten seine Wünsche in ihrem Leben, fragte er sich, und was wären er und sie, wenn er nicht hier bleiben müsste. Wer wäre er, wenn sie nicht mehr kommen würde, wenn es nichts mehr gäbe, für das man sich das Warten aus dem Kopf schlagen müsste. Wenn das Lauschen in die Flure, Treppenhäuser, anderen Zimmer und das Klappern beim Mittagsessen alles ist was bliebe.
Die viele Wahrheit, die die Menschen unter ihren Sohlen verborgen glaubten, schmerzte ihn. Dann würde er gern aufstehen und hin oder weggehen. Doch er tauchte unter die Kopfhörer seines Radios und suchte ein Rauschen zwischen den Sendern, ein Rauschen wie Regen oder wie Meer.


Tunichtgut und Habenix
Mhm alles Scheiße Zuhause Langweilig wie Sau Blick in die Zeitung Im Dingsda is Lesung Umsonst na ja Eintritt frei heißt das bei denen hoffentlich was lustiges wäre gut, wegen Zustand vorher Pflichtvorglühen billiges Bier muss rann Plaste von Penny is billiger aber Sterni vom Kiosk näher liegt aufm Weg unterwegs Dope fürn Zwanni wegen Zustand vorm Dingsda was rauchen Bier im Gebüsch verstecken Früher war Lesung noch im Irgendwo war besser dort konnte man Bier mit reinschmuggeln ging aber irgendwie schnell Pleite der Laden war eigentlich immer schön da Es geht los am Anfang so’n Typ mit langweiligen Gedichten Anfänger mit Lispeln is nur bisschen lustig dann so ne Frau mit Anspruchsvollen Mist da konnte man schön quatschen und in der kostenlosen Zeitung blättern die hat sich oft verlesen konnte man gut sehen erste Reihe und so zwischen durch immer mal wieder raus was rauchen und Bier wegen Zustand dann endlich ein witziger Typ vor lachen auf Schenkel gekloppt auf alle auch seine Mensch der war gut dann Böse geguckt als der Hut rumging Habenix hatte nix mit Tunichtgut hat 13 Cent reingelegt in kleinen Münzen und 15 Euro rausgefischt in kleinen Scheinen Strafe muß sein stand ja Umsonst dran drausen trotzdem guter Fang sonst liegt meist nur Mosch drin alles Geizkragen alle gibt nichmal Freibier wenn so lustig is und dann noch Hut Halsabschneider alle und dann wolln die keine Lesung mehr machen lohn sich nich meinte der Chef soll sich schämen aber machtnix hamm ja jetzt Kohle für den Spätshop ab ins Anderswo vorher was rauchen und Bier verstecken hier spielt heut ne Lokalband da is mehr im Hut.